Neue Führungsspitze bei ChemDelta Bavaria
Wechsel an der Spitze von ChemDelta Bavaria: Dr. Sebastian Posch, Geschäftsführer der OMV Deutschland GmbH, übernimmt turnusmäßig den Vorsitz der Initiative und folgt damit auf Dr. Christoph von Reden, Geschäfts-leiter des Chemieparkbetreibers InfraServ Gendorf. Auch die Sprecherrolle wird neu besetzt: Dr. Georg Weichselbaumer, AlzChem Group AG, übernimmt die Aufgabe von Dr. Bernhard Langhammer, der ChemDelta Bavaria über viele Jahre maßgeblich geprägt hat.
Der turnusmäßige Vorsitzwechsel fällt in eine Phase, in der die Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck zentrale Standort- und Infrastrukturfragen stärker denn je gemeinsam voranbringen wollen. ChemDelta Bavaria bündelt dabei die Interessen von mehr als 20 Unternehmen im Chemiedreieck und setzt auf den Austausch mit Politik, Behörden und Öffentlichkeit. Ziel ist es, industrielle Wertschöpfung, Wandel und Standortentwicklung verlässlich miteinander zu verbinden – und die dafür notwendigen Voraussetzungen im Schulter-schluss zu schaffen.
Ein weiterer Wechsel betrifft die Position des ChemDelta-Sprechers. Seit vielen Jahren hat sich Dr. Bernhard Langhammer für die Belange der Initiative eingesetzt, auf regionaler und bundesweiter Ebene. Er übergibt den Stab nun an Dr. Georg Weichselbaumer. Als ehemaliger Vertriebsvor-stand der AlzChem Group AG steht Weichselbaumer für industrielle Praxisnähe, regionale Verankerung, überzeugende Kommunikationsstärke und ein tiefes Verständnis für den Umbau der chemischen Industrie. In seiner neuen Rolle will er Positionen innerhalb der Initiative bündeln, die Anliegen des Bayerischen Chemiedreiecks klar nach außen vertreten und den Dialog mit Politik, Behörden und Öffentlichkeit weiter stärken.
Transformation als gemeinsame Aufgabe
Die neue Spitze tritt ihr Amt in herausfordernden Zeiten an. In seiner Antrittsrede betont Posch, worauf es in Zukunft ankommen wird: „Wir wollen industrielle Wertschöpfung in dieser Region erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln. Starke Industrie bedeutet für das Bayerische Chemiedreieck Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovationskraft, kommunale Stärke und Perspektiven für die Menschen.“ Dafür brauche es leistungsfähige Verkehrswege, verlässliche und bezahlbare Energie, eine zukunftsfähige Strom- und Wasserstoff-infrastruktur sowie behördliche Verfahren, die Tempo ermöglichen, ohne an Sorgfalt zu verlieren. „Transformation gelingt nicht im Alleingang. Sie braucht Unternehmen, Politik, Verwaltung und Bevölkerung, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen möglich machen“, so Posch.
Dabei unterstreicht der neue Vorsitzende des Lenkungskreises die hohe Bedeutung belastbarer Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: „Eine Region wie ChemDelta Bavaria lebt nicht nur von Anlagen, Produkten und Infrastruktur. Sie lebt auch von Vertrauen, von kurzen Wegen, von tragfähigen Beziehungen und von dem gemeinsamen Willen, Lösungen zu finden.“
Anerkennung für langjährigen Einsatz
Posch dankt dem scheidenden Vorsitzenden Dr. Christoph von Reden für sein hohes Engagement und seinen persönlichen Einsatz für die Initiative.
Besonderen Dank spricht er auch Dr. Bernhard Langhammer aus: „Wer ChemDelta Bavaria kennt, weiß: Da steckt sehr viel Herzblut, Ausdauer und Überzeugung dahinter. Auf den Punkt gebracht: In ChemDelta Bavaria steckt sehr viel Bernhard Langhammer.“
Diese Arbeit bildet zugleich die Grundlage für die nächsten Schritte der Initiative. ChemDelta Bavaria will auch künftig die Kräfte im Bayerischen Chemiedreieck bündeln, den Dialog mit Politik, Behörden und Bevölkerung vertiefen und die ent-scheidenden Standortthemen konsequent voranbringen.
Infrastruktur bleibt Zukunftsfrage
Für ChemDelta Bavaria rücken zwei Vorhaben aktuell in den Vordergrund: die verlässliche Finanzierung der Ausbaustrecke ABS38 München–Mühldorf–Freilassing/Burghausen und der notwendige Ausbau der Stromübertragungsnetze, insbe-sondere der Energiewende-Leitung ChemDelta. Beide Projekte sind entscheidende Voraussetzungen für Wettbewerbs-fähigkeit, Versorgungssicherheit und eine klimaneutrale Weiterentwicklung der Industrie im Bayerischen Chemie-dreieck. Dafür braucht es jetzt zügige Entscheidungen, Planungssicherheit und ein enges, respektvolles Zusammenspiel von Unternehmen, Politik, Behörden und Bevölkerung, damit gemeinsame Ziele schneller in konkrete Fortschritte für den Standort übersetzt werden.