Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Schutz kritischer Infrastruktur im Fokus
Beim Parlamentarischen Frühstück von ChemDelta Bavaria mit Vertretern der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion standen die aktuellen Herausforderungen für die chemische Industrie und den Industriestandort Bayern im Mittelpunkt. Vertreter führender Unternehmen des Bayerischen Chemiedreiecks und der Bayerischen Chemieverbände nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Abgeordneten über wirtschafts- und industriepolitische Handlungsfelder.
Im Fokus der Gespräche standen die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts, die Auswirkungen der europäischen Methanverordnung sowie der Schutz kritischer Infrastruktur. Darüber hinaus wurden die zunehmenden Belastungen durch hohe Energie- und Standortkosten, regulatorische Anforderungen und die daraus resultierenden Folgen für Investitionen und industrielle Wertschöpfung thematisiert.
„Der Dialog mit der Politik ist für unsere Unternehmen von zentraler Bedeutung. Nur wenn Herausforderungen frühzeitig adressiert und praktikable Lösungen gemeinsam entwickelt werden, können Investitionen und Innovationen und damit die Wettbewerbsfähigkeit sowie industrielle Arbeitsplätze in Bayern gesichert werden“, betonte Dr. Georg Weichselbaumer, der neue Sprecher der Initiative ChemDelta Bavaria.
Die Unternehmensvertreter schilderten die aktuelle Situation vieler Industriestandorte. Produktionsrückgänge, verschobene Investitionsentscheidungen und zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck stellten zahlreiche Unternehmen vor Herausforderungen. Gleichzeitig gewinnen neue Themen wie die Sicherheit industrieller Anlagen und der Schutz kritischer Infrastruktur an Bedeutung.
Die Vertreter der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion zeigten sich offen für die Anliegen der Industrie und unterstrichen die Bedeutung eines starken Industriestandorts für Bayern. Der konstruktive Austausch machte deutlich, dass die Heraus-forderungen der Branche in der Politik wahrgenommen werden und die Gesprächspartner gemeinsam nach tragfähigen Lösungen suchen.
Das parlamentarische Frühstück wurde erstmals vom neuen Vorsitzenden des Lenkungskreises von ChemDelta Bavaria, Dr. Sebastian Posch (OMV), sowie Dr. Georg Weichselbaumer, geleitet. Zu den Teilnehmern aus der Industrie gehörte unter anderem Dr. Jutta Matreux, die neue Werkleiterin des WACKER-Stammwerks Burghausen sowie Dr. Markus Born und Dr. Roland Appel, Bayerische Chemieverbände.
ChemDelta Bavaria wird den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern auch künftig fortsetzen. Ziel bleibt es, die Rahmenbedingungen für industrielle Wertschöpfung zu verbessern, Investitionen am Standort zu ermöglichen und die Zukunftsfähigkeit des Bayerischen Chemiedreiecks langfristig zu sichern.